03. Jul (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu den politischen Entwicklungen über die Top-Themen des Tages hinaus:

DEUTSCHLAND/CDU/SPAHN – Berlin: Gesundheitsminister Jens Spahn warnt die CDU vor einer “selbstzerstörerischen” Personaldiskussion im Rennen um den CDU-Vorsitz. Als er sich mit dem Kandidaten und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet als Team vorgestellt habe, habe er gesagt, dass die CDU in der größten Krise ihrer Geschichte befinde, sagte er dem “Spiegel”. “Das war (…) der Grund für mich, in dieses Team zu gehen.” Das sehe er immer noch so. Die CDU sei auf dem Weg gewesen, “im schlechtesten Sinne sozialdemokratisch zu werden, uns nur noch selbst zu bespiegeln und dabei nicht mehr wahrzunehmen, was die Bürger eigentlich bewegt”. Diese “selbstzerstörerische Art des Umgangs miteinander” dürfe nicht wieder hochkommen. Neben Laschet bewerben sich der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um den CDU-Vorsitz.

CHINA/USA/MANÖVER – Peking/Washington: China hat die Kritik des US-Verteidigungsministeriums an einem geplanten Manöver im Südchinesischen Meer zurückgewiesen. Der Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Zhao Lijian, erklärte, dass die militärischen Übungen zur Souveränität Chinas gehörten. Allenfalls gefährdeten bestimmte “nicht-regionale Länder”, die Militärübungen im Südchinesischen Meer durchführten, die Stabilität der Region, sagte er offensichtlich in Anspielung auf die USA. Das US-Verteidigungsministeriums hatte das Manöver am Donnerstag als “kontraproduktiv für die Bemühungen um Entspannung und Stabilitätssicherung” kritisiert. Auch Vietnam und die Philippinen haben die geplanten chinesischen Übungen kritisiert. China beansprucht 90 Prozent des potenziell energiereichen Südchinesischen Meeres. Aber auch Brunei, Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Vietnam erheben Ansprüche.

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