Die US-Börsen dürften am Donnerstag im Plus eröffnen. Gefragt sind vor allem Tech-Aktien wie der Nasdaq, da die Steuerpläne der Biden-Regierung aufgeweicht werden könnten.

Gegen 13.00 Uhr notierte der Dow Future 10 Punkte oder weniger als 0,1% fester, der S&P 500 Future handelte 15 Punkte oder 0,4% höher, und der Nasdaq 100 Future kletterte 125 Punkte oder 0,9%.

Der marktbreite S&P 500 Index schloss am Mittwoch auf einem Rekordhoch und beendete den Handel mit einem Plus von 0,2%, der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,1% und erreichte ebenfalls ein Allzeithoch, während der Nasdaq Composite um 0,1% fiel.

Der S&P und der Dow steuern auf ihre dritte Gewinnwoche in Folge zu, bevor nächste Woche eine voraussichtlich äußerst starke Berichtssaison beginnt. Nach Daten von Refinitiv werden die Unternehmensgewinne für das erste Quartal 2021 das stärkste Wachstum seit dem dritten Quartal 2018 aufweisen.

Unterstützend wirkten die Protokolle der März-Sitzung der US-Notenbank, in denen die Währungshüter der Wirtschaft zwar Fortschritte bescheinigten, aber gleichzeitig betonten, dass substanzielle Fortschritte bei der Erholung “noch einige Zeit” in Anspruch nehmen würden, d.h. dass die lockere Geldpolitik weiterhin bestehen bleibt.

Die US-Notenbank hat deutlich gemacht, dass die Erholung am Arbeitsmarkt noch viel Luft nach oben hat, und in diesem Sinne werden die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung, die im weiteren Verlauf der Sitzung anstehen, genau analysiert werden.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die vergangene Woche werden auf 680.000 geschätzt, was gegenüber 719.000 in der Vorwoche eine Verbesserung darstellt. Die Folgeanträge werden auf 3,65 Millionen geschätzt, ein Rückgang gegenüber 3,79 Millionen.

Von Interesse waren auch Äußerungen von Präsident Joe Biden, dass er zu einem Kompromiss bei seinem 2-Billionen-Dollar-Infrastrukturgesetz und den damit einhergehenden Steuererhöhungen bereit sei, da das Paket Schwierigkeiten hat, den Kongress zu passieren.

Der Steuerplan, den Biden letzte Woche vorstellte, wurde als besonders schädlich für die großen Technologie- und Pharmaunternehmen angesehen.

Unternehmensseitig steht AstraZeneca (NASDAQ:AZN) voraussichtlich im Fokus, nachdem sowohl die britische als auch die europäische Gesundheitsbehörde erklärt haben, dass die Vorteile des Astra-Impfstoffs größer als die Risiken sind, auch wenn sie eine mögliche Verbindung zu seltenen Blutgerinnungsstörungen nennen.

Glücksspielunternehmen wie DraftKings (NASDAQ:DKNG) und Penn National Gaming (NASDAQ:PENN) dürften ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich ziehen, nachdem der Staat New York zum Schließen einer beträchtlichen Finanzierungslücke ein Budget verabschiedet hat, das die Möglichkeit für Online-Glücksspiele in diesem Staat eröffnet.

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