Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat am Mittwoch seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 auf 2,5% gesenkt. Gegenüber der vorherigen Prognose ergibt sich daraus ein Rückgang um 0,8 Prozentpunkte.

In seiner Herbstprognose schätzt das ifo Institut das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022 auf 5,1 %. Die hohe Zuwachsrate im Jahr 2022 sei maßgeblich auf das niedrige Niveau der Produktion an Waren und Dienstleistungen im Jahr 2021 zurückzuführen. In dem Bericht wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die Dynamik der konjunkturellen Erholung im Jahr 2022 aufgrund von Produktionsschwierigkeiten im verarbeitenden Gewerbe nachlassen werde. Ab 2023 dürfte die deutsche Wirtschaft jedoch “wieder mit normalen Raten” expandieren.

Laut Ifo werde die Inflation in Deutschland im Jahr 2021 voraussichtlich bei durchschnittlich 3 % liegen und sich dann in den nächsten beiden Jahren auf durchschnittlich 2,3 % bzw. 1,6 % pro Jahr abschwächen.

Als Risiken für die Prognose sieht das Institut neben Auswirkungen der Engpässe bei der Lieferung von Vorprodukten vor allem die Corona-Pandemie. Sollte es “im Herbst zu einem erneuten Shutdown kommen, dürfte die prognostizierte Erholung im Handel und in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu optimistisch sein und sich in das Jahr 2022 hinein verschieben”, hieß es in dem Bericht.

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