Frankfurt, 29. Okt (Reuters) – Die Euro-Zone könnte aus Sicht von EZB-Bankenaufseherin Kerstin af Jochnick wegen der neuen Einschränkungen des Wirtschaftslebens in vielen Länder erneut in eine Rezession fallen. Das wirtschaftliche Basisszenario in den bisherigen EZB-Prognosen könne nicht als gegeben angenommen werden, sagte die Bankenwächterin am Donnerstag auf einer Konferenz. “Und die Möglichkeit einer erneuten Rezession kann bislang nicht ausgeschlossen werden.” Die neuen Beschränkungen, um die steigenden Infektionszahlen zu bekämpfen, würden erneut die Unsicherheit für Hauhalte, Unternehmen und Banken erhöhen.

Viele Euro-Länder, darunter auch die beiden größten Volkswirtschaften des Währungsraums, Deutschland und Frankreich, haben erneut scharfe Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen, die auf der Wirtschaft lasten. Die Wirtschaft im Euro-Raum war in Folge der Corona-Krise im zweiten Quartal um 11,8 Prozent abgestürzt. Für das dritte Jahresviertel rechnet die EZB bislang mit einer deutlichen Erholung. Ihre jüngsten Prognosen vom September sehen einen Anstieg der Wirtschaftsaktivität um 8,4 Prozent im dritten Quartal vor.

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